am 20. August 2009 - von Kosmetik-Blog abgelegt in Sonstiges
Klebstoff aus der Miesmuschel für Haut und Zähne
Seit einigen Jahren beschäftigen sich verschiedene Forscherteams mit der synthetischen Nachahmung eines in der Miesmuschel enthaltenen Proteinklebstoffs. Von diesem natürlichen Superkleber, mit dem sich die Miesmuschel trotz aller Widrigkeiten an jedem Untergrund festklammern kann, erhofft man sich sowohl große Fortschritte bei der Heilung innerer und äußerer Wunden als auch in der Zahnimplantologie. Daneben könnte der Kleber auch in Haarstylingprodukten zur Anwendung kommen, da er für erstklassigen Halt sorgt.
Die Besonderheit des Muschelklebers besteht darin, dass er in Wasser aushärtet und gerade bei Kontakt mit Feuchtigkeit lange seine Wirkung entfaltet und dabei elastisch bleibt. Während sich Forscher der Universitäten Rostock und Greifswald überwiegend mit den Möglichkeiten des Klebens von Schnitt- und Operationswunden befassten, beschäftigte man sich an der TU Darmstadt vorwiegend mit den Verwendungsmöglichkeiten als Prothesenkleber. Nachdem die synthetische Herstellung gelungen war, stellte sich zunächst heraus, dass der Proteincocktail allein noch nicht die erwünschte Klebkraft hatte.
In Kombination mit in Pilzen enthaltenen Enzymen konnte aber schließlich eine der Muschel entsprechende Haftwirkung erzielt werden. Derzeit durchläuft der Kleber noch diverse Untersuchungen über seine Verträglichkeit mit unterschiedlichen Geweben. Sollte er sich als unschädlich erweisen, ist in wenigen Jahren mit seinem Einsatz in Medizin und Kosmetik zu rechnen.
Dieser Eintrag wurde am 20. August 2009 um 10:30 veröffentlicht und in Sonstiges abgelegt. Sie können Kommentare zu diesem Beitrag per RSS oder Email (siehe unten) abonnieren Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback aus ihrem Blog absetzen.
kommentieren
Hier ist Deine Chance etwas dazu zu sagen.

0 Kommentare
jetzt einen schreiben?