am 19. Juli 2009 - von Kosmetik-Blog abgelegt in Sonstiges
Der Klassiker Schönheitsfleck
Der echte oder aufgemalte Leberfleck, den Brigitte Bardot, Marilyn Monroe, Cindy Crawford und viele andere Film- und Showschönheiten als Markenzeichen pflegten, wurde jüngst auf der Gaultier-Show zum Herbst 2009 wieder zum Hingucker, allerdings allein in der aufgemalten Variante. Der Ursprung des Kunstmuttermals findet sich vor gut 350 Jahren in Mitteleuropa.
Zu einer Zeit, in der die bösartige Pockenkrankheit bei allen Überlebenden unästhetische Spuren im Gesicht hinterließ, kamen kleine Pflästerchen in Mode, die anfangs als fantasievolle Schmuckteilchen die Narben bunt und glitzernd überdecken sollten. Als auch die männliche Eitelkeit nachzog, aber keine Sternchen oder Herzchen im Gesicht haben wollte, setzten sich dunkle aus Seide oder Samt hergestellte Sticker durch, die zum Modeartikel avancierten.
Es dauerte nicht lange, bis sich mit dem Schönheitsfleck auch Statements abgeben ließen – so bedeutete z.B. das Zeichen auf der rechten Gesichtshälfte, dass die Trägerin bereits unter der Haube war, während Heiratswillige ihre Absicht mit dem Fleck auf der linken Wange oder in der Nähe des Mundes bekundeten.
Heute lässt sich der erwünschte Makel nicht nur aufmalen, sondern wahlweise auch dauerhaft eintätowieren. Allerdings ist dann die Signalwirkung nicht mehr variabel einsetzbar.
Dieser Eintrag wurde am 19. Juli 2009 um 09:23 veröffentlicht und in Sonstiges abgelegt. Sie können Kommentare zu diesem Beitrag per RSS oder Email (siehe unten) abonnieren Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback aus ihrem Blog absetzen.
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