am 07. Juni 2009 - von Kosmetik-Blog abgelegt in Sonstiges
Trend: blasse Haut
Seit der Antike versuchen die Menschen, mit Bleichmitteln ihrer Haut zu einem helleren Farbton zu verhelfen. Während in Nord- und Mitteleuropa der Trend seit mehreren Jahrzehnten zum sommerbraunen Teint geht, entspricht helle Haut traditionell in heißeren Regionen dem Schönheitsideal. Japan, Indien, Nordafrika und die arabische Halbinsel bilden derzeit den größten Absatzmarkt für kosmetische Bleichmittel. In Japan hat nahezu jede bekannte Kosmetikmarke heute einen Hautaufheller im Programm- in dem Land, in dem seit Jahrhunderten blasse Haut dem strengen Schönheitsdiktat entspricht, legen schon Teenager großen Wert auf einen makellosen Porzellanteint ohne natürliche Sonnenbräune oder Sommersprossen.
Alle Mittel, die schnell sichtbare Wirkungen zeigen, können jedoch die Gesundheit schädigen: während in Deutschland zahlreiche Produkte gar nicht zugelassen sind, kommen in Asien und Afrika noch häufig Präparate mit Quecksilber auf den Markt, die zwar kurzfristig aufhellen, jedoch auf lange Sicht nicht nur schwerwiegende Gesundheitsschäden zur Folge haben können, sondern auch die behandelten Hautstellen noch stärker verdunkeln. Auch Hydrochinone und Kojisäure, die in fast allen modernen Produkten verarbeitet sind, und das in Japan entwickelte Rucinol können nicht als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden. Wegen der möglicherweise giftigen und allergieauslösenden Inhaltsstoffe sorgt in vielen Cremes auch noch Kortison für eine Linderung der Hautirritationen und verursacht dabei weitere Folgeerscheinungen.
Dieser Eintrag wurde am 07. Juni 2009 um 12:18 veröffentlicht und in Sonstiges abgelegt. Sie können Kommentare zu diesem Beitrag per RSS oder Email (siehe unten) abonnieren Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback aus ihrem Blog absetzen.
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